Parabel vom Stier und der Sonne

 
 
 
Der Stier graste friedlich auf der Wiese. Die Sonne schien wunderbar warm herab, und das Gras war saftig und wohlschmeckend. Der Stier war vergnügt und wurde gar nicht satt von so viel Lust am Leben! 
Da wurde es dunkel vor der Zeit, und der Stier fragte die Sonne: "Ist nicht deine Bestimmung, zu scheinen am Tage und zu ruhen in der Nacht?  Hat Gott dir jetzt etwas anderes befohlen?"
Nein", sagte die Sonne, "aber möglich wäre es schon!" 
"Wie kann das sein", fragte der Stier, "sind seine Gesetze nicht ewig und unabänderlich?" 
"Schon", antwortete die Sonne, "aber ich habe mir einen anderen gesucht!"

G. St.