Der letzte Morgen
 
 
  
  
Und als der Stier im dunkelnden Lichte des Himmels den Winter ahnte,
sah er mit zornigem Schweigen, wie Gott ihn allmählich vergaß...
 
Wieder und wieder hatte er tun müssen, wie seine Natur ihm befahl,
wieder und wieder war es geraten nach seiner Art:
Fluch und Segen - und Zerstreuung manches Mal.

Doch geschah es noch einmal, dass Gott sich wandte und sprach: "Es sei!"  
Und es war Abend und es ward Morgen: ein neuer Tag!
 
Da ergoss eine liebende Sonne sich über sein Herz mit Leben und Wärme
und die Wiese erwachte im Lichte, wie Sommer einst war.
 
 
 
Und ein Jedes fortan verrichtet -
in Licht und Finsternissen - seinen Teil der Arbeit
bis zum Ende.
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Geheime Worte
verzaubern die Blumen des Morgens und jene des Abends.
Und sind Schmetterlinge aller Verwandlungen Unterpfand!

G. St.